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Presswerkzeuge
in der Laborpraxis
Vier Pressverfahren von P/O/WEBER
Technische Daten Vier Pressverfahren, dasselbe Ergebnis:
P/O/WEBER Qualität überzeugt

1
Einfachwirkendes Pressen von pulverförmigen Substanzen mit Modell 8, 10 und 10 H bei Raumtemperatur und bis 300 °C
z.B. KBr, Metallpulver, Keramikpulver, …

2
Doppeltwirkendes Pressen von pulverförmigen Substanzen mit Modell 20 bei Raumtemperatur
z.B. KBr, Metallpulver, Keramikpulver, …

3
Pressen von flächigen Werkstoffen, Platten und Folien mit Druckplatten für alle Pressentypen und Heiz/Kühlplattensysteme für alle Pressentypen bis 500 °C
z.B. flächenförmige Verbunde, Aluminiumfolien, Klebstoffe, Polymerwerkstoffe, …

4
Kalt-isostatisches Pressen von Substanzen in allen räumlichen Richtungen mit KIP-Modellen bei Raumtemperatur
z.B. Graphit, Keramik, Karbide, Kunststoffe, Metallpulver, …
Ein verbreitetes Verfahren zur Herstellung von Presslingen besteht aus dem Zermahlen und Vermischen einer Probe mit trockenem KBr (Kaliumbromid) Pulver.
Das Gemisch wird in ein evakuierbares Presswerkzeug gefüllt um dann daraus, unter definiertem Druck in Laborpressen, transparente Scheiben – die Presslinge – zu produzieren.
Das Verfahren ist einfach und unentbehrlich zur Präparation schwerlöslicher Substanzen für die Infrarot-Spektroskopie und Röntgenfluoreszenz-Analyse.
KBr verhält sich vom Ultraviolett- bis weit in den Infrarot-Bereich transparent, weshalb die Methode in beiden Wellenlängenbereichen angewendet werden kann.
Bei allen Presswerkzeugen, Tausch- oder Mikro-Einsätzen von P/O/WEBER gilt als Faustregel zur Ermittlung der Maximalbelastung bei Raumtemperatur:

Für Presslinge bis 8 mm Durchmesser darf der Pressstempel mit max. 0,8 kN/mm2 belastet werden.
Ab 9 mm Durchmesser darf die Belastung bis zu 1 kN/mm2 betragen.

Temperaturabhängige Maximalbelastung des Modell 10 H:
Temperatur 20°C / 100°C / 200°C / 300°C
kN max. 100% / 100% / 75% / 50%


Die Handhabung der Pressstempel ist zwar einfach, erfordert jedoch Konzentration und Vorsicht denn der gehärtete rostfreie Stahl reagiert bruchempfindlich auf Stürze oder Schläge. Die Werkzeugvorbereitung empfiehlt sich daher nicht auf sehr harten Arbeitsflächen wie Glas oder Stein.

Beim Einsetzen in die Matrize den Oberstempel mehrmals ohne Druck drehen, damit sich die Pressmasse gleichmässig verteilt. Die Werkzeuge von P/O/WEBER sind so präzise gearbeitet, dass normalerweise weniger als 0,1 Prozent des Pressguts durch Kriechen verlorengeht.
Nach Gebrauch sollten Sie noch anhaftende Rückstände sorgfältig von allen Teilen des Werkzeugs entfernen – insbesondere Kaliumbromid und andere Salze können die hochwertigen Oberflächen beschädigen. Da die Presswerkzeuge im Gebrauch nicht gefettet sein dürfen, empfehlen wir die Aufbewahrung in einem Exsikkator über Trockenmittel.



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